Taiwans Präsident: Erhöhung der Verteidigungsausgaben soll "Krieg verhindern"
Taiwans geplante Verteidigungsausgaben in Rekordhöhe sollen nach den Worten von Präsident Lai Ching-te der Abschreckung dienen. "Indem wir unsere Investitionen in die nationale Verteidigung erhöhen, wollen wir nicht einen Krieg provozieren, sondern einen Krieg verhindern", sagte der taiwanische Präsident am Samstag in einer Rede zum Nationalfeiertag. "Wir streben weder nach Hegemonie, noch wollen wir andere dominieren", sagte Lai vor tausenden Menschen, darunter ausländische Diplomaten.
China hat den militärischen Druck auf Taiwan in den vergangenen Jahren verstärkt; die chinesische Armee hielt mehrere große Militärmanöver rund um Taiwan ab. Das kommunistische China betrachtet den demokratisch regierten Inselstaat Taiwan als abtrünnige Provinz, die notfalls mit militärischen Mitteln wieder mit dem Festland vereint werden soll. Taipeh weist Pekings Ansprüche zurück.
Um eine mögliche chinesische Invasion zu verhindern und um gegenüber den USA Bereitschaft zur eigenen Verteidigung zu zeigen, hat Taiwan seine Verteidigungsausgaben immer weiter erhöht. Für das kommende Jahr plant die Regierung in Taipeh ein Verteidigungsbudget, das erstmals eine Billion Taiwan-Dollar (umgerechnet gut 30 Milliarden Euro) übersteigt und damit auf mehr als drei Prozent des Bruttoinlandsprodukts (BIP) steigt.
X.Ajmi--al-Hayat